Durch die Alarmsirene des automatischen Gaswarnsystems der Chlorbeimischanlage des Waldbades Himberg wurde ein benachbarter Einwohner in den frühen Morgenstunden geweckt. Der Gemeindebedienstete alarmierte seine zuständigen Arbeitskollegen des Waldbades sowie die Feuerwehreinsatzkräfte.
Um 05:55 alarmierte der Disponent OLM Marcus Winkler der Abschnittsalarmzentrale Schwechat die Feuerwehren Himberg und Maria Lanzendorf zu einem Schadstoffeinsatz im Waldbad Himberg mit den Alarmstichworten "vermutlicher Chlorgasaustritt".
Nach Erkundung durch den Einsatzleiter stellte sich folgende Lage dar: Alarm des automatischen Gaswarnsystem der Chlorbeimischanlage, welche in einen eigenen Räumen verbaut ist, mit einer Konzentration von 4,58 ppm (ml/m3).
Als Erstmaßnahme wurde der Gefahrenbereich sofort gesperrt.
Nach Rücksprache mit den niederösterreichischen Schadstoffberatungsdienst liegt der zulässige MAK-Wert - maximale Arbeitsplatzkonzentration - bei 0,5 ppm (ml/m3) und wurde somit um das 9-fache überschritten.
Außenmessungen unter schwerem Atemschutz und Chemieschutzanzüge der Schutzstufe 2 ergaben keine messbaren Werte im Freien. Nachdem der MAK-Wert im Raum weder gestiegen noch gesunken ist, ließ sich ein Austritt des Medium ins Freie ausschließen.
Weiters wurde wieder unter schwerem Atemschutz und Chemieschutzanzüge der Schutzstufe 2 die fix installierte Sprinkleranlage mit Natronlauge aktiviert. Im Anschluss daran wurde der Raum unter Schutz eines C Rohres und Hydroschildes gelüftet.
Nachdem der MAK-Wert der Gaswarnanlage nicht gesunken ist und keine Chlor Konzentrationen mit dem Messgerät der Feuerwehr gemessen wurde, konnte Entwarnung gegeben werden und auf einen Defekt der Gaswarnanlage Rückschluss gezogen werden bzw. auf einen Austritt in nur geringen Mengen.
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Fotoquelle(n):
Feuerwehr Himberg