.
Brandeinsatz
Datum:
10.12.2013 11:26 Uhr

Ort:
Kirchenplatz, 2325 Himberg

Mannsstärke:
15

Einsatzleiter:
ABI Michael Berger

Eingesetzte Fahrzeuge:
Hilfeleistungsfahrzeug (HLFA3 4000/200)
Rufname:
2.HLF Himberg

Besatzung:
1:8

Kleinlöschfahrzeug (KLF-W 500)
Rufname:
TANK 1 Himberg

Besatzung:
1:4

Brandmeldeanlagen retten Leben
Wie schnell man in eine gefährliche Situation kommen kann, hat Dienstagmittag ein Elektroverteilerbrand in der Volksschule Himberg gezeigt. Gegen 11:25 Uhr schrillten auf einmal die Sirenen der neu errichteten Brandmeldeanlage, welche im Zuge der Volksschulerweiterung 2013 installiert wurde. Nach dem Aufheulen der Sirenen leiteten die Lehrkräfte die Evakuierung des Gebäudes ein, welche bereits zu Schulbeginn mit der Belegschaft und den Schülern unter Aufsicht der Feuerwehr Himberg erprobt wurde.
Nachdem die Brandmeldeanlage sich noch im gesetzlich vorgeschriebenen Probebetrieb befindet, wurde die Feuerwehr Himberg noch nicht automatisch durch diese alarmiert. Im Evakuierungsablauf konnte Qualm und ein brennender Elektroverteiler wahrgenommen werden. Vorbildlich reagierte daraufhin eine anwesende Pädagogin und wählte sofort den Notruf der Feuerwehr.
Um 11:28 Uhr alarmierte die Abschnittsalarmzentrale Schwechat die Feuerwehren Himberg und Pellendorf zu dem Elektroverteilerbrand in der Volksschule. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Schulgebäude bereits vorbildlich und vollständig geräumt. Aufgrund der kalten Temperaturen ist der Sammelplatz der Schüler in diesen Fällen in der benachbarten Hauptschule situiert. Nach kurzer Einweisung der Einsatzkräfte durch die Schulleitung über den Brandherd, erfolgte die Brandbekämpfung mit zwei Handfeuerlöschern unter umluftunabhängigem Atemschutz. Die bereits durch die Brandmeldeanlage angesteuerte automatische Brandrauchentlüftung, wurde mit zwei zusätzlichen Druckbelüftern der Feuerwehr unterstützt. Eine Person musste mit Reizung der Atemwege an die Rettungskräfte übergeben werden.
Zusammenfassend kann man aus Sicht der Feuerwehr sagen, dass sowohl die technischen Brandschutzeinrichtungen, die Brandmeldeanlage und die Brandrauchentlüftung, als auch der organisatorische Brandschutz bei der Evakuierung durch die Lehrkräfte funktioniert hat. Wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen, zählt jede Sekunde. Personen können durch Brandmeldeanlagen optimal gewarnt werden, da der Brandherd schnell entdeckt und lokalisiert wird. Auch die Einleitung der automatischen Alarmierung der Einsatzkräfte der Feuerwehr ist ein wesentlicher Faktor, um möglichen Personen und Sachschäden zügig und effizient entgegenwirken zu können. Nach erfolgreichem und gesetzlich vorgeschriebenem Probebetrieb der Brandmeldeanlage wird auch in der Volksschule Himberg eine Vollautomatische Alarmierung der Einsatzkräfte im Brandfall in den nächsten Wochen umgesetzt werden.
Abschließend muss man an dieser Stelle anmerken, dass sich dieser Brand ohne Brandmeldeanlage noch viel weiter ausgebreitet hätte und aufgrund der Unterrichtszeit vermutlich erst viel später entdeckt worden wäre. Die Standards der technischen Brandschutzeinrichtungen der Volksschule Himberg wären in allen Schulen und Kindergärten wünschenswert.
für die Originalgrösse Bild anklicken!

.

.

Fotoquelle(n):
Feuerwehr Himberg