Gegen halb Fünf des Nachmittages am 14. August wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Himberg und der Exekutive zu einem Flurbrand im Bereich des Bahnhofes Himberg alarmiert. Grundsätzliche ein Routineeinsatz mit den Alarmstichworten "Flurbrand", aber nicht bei diesem Einsatz.
Bereits bei der Erkundung durch den Einsatzleiter wurde dieser durch Passanten auf mehrere Explosionen hingewiesen, eine Ursache konnten die anwesenden Personen aber nicht eingrenzen. Weiters wurde die Erkundung durch die versperrte knapp 3 Meter hohe Lärmschutzwand erschwert, so war der erste Zugang nur direkt über die Bahngleise möglich. Auf Grund der Zugangssituation und nachdem es bei der Oberleitung zu einem Funkenschlag kam, welcher zu einem Brand im Nahbereich der Umspannstation führte, wurde sofort eine Sperrung des Bahnverkehrs und ein Abschalten der Oberleitung veranlasst.
Ein zufällig anwesender Bediensteter der ÖBB, welcher mit zwei Präsenzdienern bereits erste Löschversuche eingeleitet hat, ermöglichte den direkten Zugang über die Revisionstüre der Lärmschutzwand. Bei der erweiterten Erkundung konnten auch Leckagen an der Grundwasserkläranlage, welche nach dem Methanol Zugsunglück 2003 installiert wurde, festgestellt werden. Wegen der genannten Explosionen konnte in der Erstphase eine Gefahrenquelle hier nicht ausgeschlossen werden.
So wurde neben dem C Wasser Rohr auch ein zweites Schaumrohr in Bereitschaft aufgebaut. Mit dem C Rohr und einer Kübelspritze konnte unter umluftunabhängigem Atemschutz der Brand auf der ausgetrockneten Böschung schnell unter Kontrolle gebracht werden. Anschließend wurden Messungen im Bereich der Leckagen und Schächten Messungen mit dem Ex-Messgerät durchgeführt.
Nachdem Eintreffen des ÖBB Einsatzleiters konnte rasch Entwarnung gegeben werden, die betroffenen Rohre der Kläranlage leiten lediglich Wasser. Nachdem Ablöschen war auch die Ursache der Explosionen rasch klar, es hat sich hierbei um Explosionen von Spraydosen gehandelt, welche hier als Müll vermutlich illegal Entsorgt wurden.
Die Bahnstrecke war teilweise total gesperrt und während der Reparaturen für mehrere Stunden nur eingeschränkt benutzbar. Nach gut einer Stunde konnten die Löscharbeiten der Feuerwehr Himberg, welche mit 15 Mann unter Einsatzleiter FT Wolfgang Ernst im Einsatz standen, beendet werden.
Seitens der Feuerwehr Himberg möchten wir speziell heute wieder die reibungslose Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen, Exekutive, Roten Kreuz, Einsatzleiter ÖBB, Notfallkoordinator ÖBB und dem Disponenten der Feuerwehralarmzentrale hervorheben und uns auch bedanken.
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Fotoquelle(n):
Feuerwehr Himberg