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Schadstoff Einsatz
Datum:
07.06.2021 17:59 Uhr

Ort:
2325 Himberg

Mannsstärke:
17

Einsatzleiter:
HBI Wolfgang Ernst

Eingesetzte Fahrzeuge:
Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)
Rufname:
BUS Himberg

Besatzung:
1:8

Hilfeleistungsfahrzeug (HLFA3 2100/200)
Rufname:
1.HLF Himberg

Besatzung:
1:6

Hilfeleistungsfahrzeug (HLFA3 4000/200)
Rufname:
2.HLF Himberg

Besatzung:
1:8

Kleinlöschfahrzeug (KLF-W 500)
Rufname:
TANK 1 Himberg

Besatzung:
1:4

Versorgungsfahrzeug (VF)
Rufname:
LAST Himberg

Besatzung:
1:6

In der letzten Woche wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Himberg auf Grund mehrerer eingegangener Notrufe, in den Alarmzentralen der Feuerwehr sowie auch bei der Polizei, zu einem Gasaustritt bei einer in Bau befindlichen Flüssiggastankstelle alarmiert. Mehrere Autofahrer, welche auf der Bundesstraße 15 unterwegs waren, konnten eine weiße Gaswolke wahrnehmen und setzten den Notruf ab.
An dem besagtem Einsatzort handelte es sich um eine entstehende LNG Flüssiggastankstelle. Als LNG, in Englisch „ liquified natural gas“, bezeichnet man Flüssiggas, welches durch die Abkühlung auf rund Minus 160°C, verflüssigtes aufbereitetes Methangas ist. Dies findet hauptsächlich bei Lastkraftwagen und Schiffen als Alternatives Antriebsmittel seine Verwendung.

Am 07 Juni, gegen 18:00 Uhr, rückten nur wenige Minuten nach der Alarmierung fünf Fahrzeuge der Feuerwehr Himberg zu dem Schadstoffeinsatz aus. Nach dem Eintreffen der Feuerwehr und Erkundung des Einsatzleiters, konnte aus der Ferne das Austreten und Verdampfen eines Gases wahrgenommen werden. Da neben dem Haupttank, dem LNG Methangastank, auch ein Stickstofftank zur Kühlung des Haupttankes verbaut ist, konnte aus sicherer Entfernung nicht wahrgenommen werden, um welches Produkt es sich bei dem Austritt handelt. Aus Sicherheitsgründen wurde die nähere Umgebung evakuiert und abgesperrt, so auch die Bundesstraße. Die Sperrmaßnahmen wurden durch etliche Streifenwagen der Polizei durchgeführt. Parallel zu diesen, wurde durch die beiden Hilfeleistungsfahrzeuge ein mehrfacher Brandschutz aufgebaut und Maßnahmen zur Messung mit Mehrgasmessgeräten vorbereitet. Als nächster Schritt wurden durch die Einsatzleitung der Betreiber und die Baustellenverantwortlichen kontaktiert. Zwei Atemschutztrupps konnten glücklicherweise im gesamten Bereich keine explosionsfähige Atmosphäre feststellen.

Nach Rückmeldung der Verantwortlichen, konnte schnell Entwarnung gemeldet und die Sperrmaßnahmen reduziert werden, da es sich um kein brennbares und nicht giftiges Gas gehandelt hat, welches zum Vorkühlen während der Bauphase verwendet wurde. Somit bestand während des Einsatzes glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Umgebung und auch keine Gefahr für die Einsatzkräfte.
Zusammenfassend kann auf einen guten Einsatzablauf zurückgeblickt werden. Noch vor der tatsächlichen Inbetriebnahme der Tankstelle und dem Aufliegen von Einsatz- und Alarmplänen für die Einsatzkräfte, war der Betreiber über eine Notfallhotline sofort erreichbar und auch die Baustellenverantwortlichen außerhalb der Normalarbeitszeiten für die Feuerwehr verfügbar. Dennoch konnten gute Erkenntnisse für die zukünftige Maßnahmenplanung und Einsatztaktik gewonnen werden.
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Fotoquelle(n):
Feuerwehr Himberg