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Schadstoff Einsatz
Datum:
22.06.2021 23:03 Uhr

Ort:
Gutenhoferstraße, 2325 Himberg

Mannsstärke:
17

Einsatzleiter:
HBI Wolfgang Ernst

Eingesetzte Fahrzeuge:
Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)
Rufname:
BUS Himberg

Besatzung:
1:8

Hilfeleistungsfahrzeug (HLFA3 2100/200)
Rufname:
1.HLF Himberg

Besatzung:
1:6

Hilfeleistungsfahrzeug (HLFA3 4000/200)
Rufname:
2.HLF Himberg

Besatzung:
1:8

Kurz nach 23 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Himberg zu einem CO-Unfall, (Kohlenmonoxid-Unfall) in eine Wohnhausanlage alarmiert. Kurz zuvor hatten die Wohnungsbesitzer bei der Rettungsleitstelle eine benommene Person mit Atembeschwerden gemeldet. Als ein Team des Notarzteinsatzwagen Schwechat die Wohnung betreten wollte, schlugen die Kohlenmonoxid-Warngeräte Alarm. Das Team des Roten Kreuzes führte sofort eine Crashrettung der beiden Wohnungsbesitzer und eines Hundes in das Stiegenhaus durch und alarmierten neben weiteren Rettungskräften die Feuerwehr.

Bei der Erkundung des Einsatzleiters wurde dieser fachkundig von einem Notfallsanitäter, welcher zeitgleich Mitglieder der Feuerwehr Himberg ist, in die Lage eingewiesen. Die von der direkt betroffenen Wohnung anwesenden Personen, wurden im Stiegenhaus notfallmedizinisch betreut. Durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Himberg wurden die Teams des Roten Kreuzes unterstützt und gemeinsam der weitere Behandlungsplatz sofort in das Frei und in die Krankenwägen verlegt. Auch die Betreuung des geretteten Hundes übernahmen die Feuerwehreinsatzkräfte bis zum Eintreffen von weiteren Familienangehörigen. Parallel dazu hat ein Atemschutztrupp erste Messungen in der Wohnung vorgenommen und konnte so eine hohe Kohlenmonoxid Konzentration feststellen, dass eine Teilevakuierung und Messungen in gesamten Wohnbau und auch in dem direkt angrenzenden zweiten Stiegenhaus notwendig waren. Kontrollierte Wohnungen wurden im Stiegenhaus für alle arbeitenden Einsatzkräfte gekennzeichnet. Hier für werden eigens angefertigte Aufkleber verwendet. In Summe mussten 25 Wohnungen geöffnet werden. Neben der Kontrolle der Wohnungen wurden auch sämtliche Steigschächte und Abgasfänge mit Mehrgasmessgeräten und Messsonden kontrolliert. Als weitere Maßnahme Als weitere Maßnahme wurde das Stiegenhaus und die betroffene Wohnung mit mobilen elektrischen Hochleistungslüftern belüftet.

Die beiden Wohnungsbesitzer wurden mit unbestimmten Grad einer Kohlenstoffmonoxidvergiftung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. In Summen standen die Einsatzkräfte der Feuerwehr Himberg, des Roten Kreuzes Schwechat, Himberg, Vösendorf und der Polizei Himberg knapp 2 Stunden im Einsatz.

Unser Apell
Mögliche Ursache könnte der gleichzeitige Betrieb der Gastherme und eines mobilen Klimagerätes gewesen sein. Durch das mobile Klimagerät wird Luft aus den Räumen abgezogen. Wenn dabei gleichzeitig die Therme in Betrieb ist, können die Abgase nicht mehr durch den Rauchfang abziehen und das Kohlemonoxid sammelt sich in der Wohnung. Aber gerade im Sommer kann durch große Hitze sich in den Rauchfängen auch eine Art Luftstoppel bilden. Die Abgase sind im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug und können dadurch nicht mehr abziehen. Unser Apell als Feuerwehr, öffnen Sie im Sommer beim Betrieb der Gastherme, zum Beispiel beim Duschen oder Geschirr abwaschen, die Fenster. Bei der Verwendung von mobilen Klimagerät lassen Sie von einem Fachunternehmen oder einem Rauchfangkehrer einen Eignungsbefund und eine Luftzahlmessung, sprich einen Nachweis der ausrechenden Frischluftzufuhr erstellen.
Aber auch CO-Melder, welche wie Rauchwarnmelder betrieben werden, warnen und Alarmieren rechtzeitig bei gefährlichen Konzentrationen. Problematisch ist die Tatsachen, dass Kohlemonoxid ein farb- und geruchloses Gas ist und daher schwer erkennbar ist. Symptome einer leichten Kohlenstoffmonoxidvergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Symptome. Sollten bei Ihnen solche Symptome auftreten, sofort den gefährdeten Bereich verlassen und verständigen Sie Rettung und Feuerwehr!







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Fotoquelle(n):
Feuerwehr Himberg
RK Schwechat - Thomas Jung