In den Morgenstunden des 02. Septembers ist in einer Werkstätten- / Lagerhalle am Gelände der ehemaligen STUAG zu einem Großbrand gekommen.
Die Rauchsäule war bis nach Wien deutlich zu erkennen.
Nach Auskunft von Passanten musste auch mit zwei vermissten Personen im angrenzenden Bürogebäude gerechnet werden, weshalb unter schwierigsten Bedingungen mit der Personensuche im besagtem Teil des Firmengebäudes begonnen wurde. Zum Glück stellte sich diese Information binnen kürzester Zeit als Fehlinformation heraus und die Atemschutztrupps konnten aus dem Gebäude wieder abgezogen werden. Kurz bevor das Dach des Hallengebäudes aufgrund der intensiven Brandbelastung einstürzte.
Explodierende Gasflaschen erschwerten die Löscharbeiten, weshalb der Aussenangriff mit 5 B-Rohren, 2 C-Rohren und der Einsatz von zwei Hubsteigern aus nur mit äusserster Vorsicht vorgenommen wurde. Geborgene Gasflaschen wurden im Swimmingpool eines Anrainers gekühlt.
In den Nachmittagsstunden konnte "Brand Aus" gegeben werden.
UPDATE 03. September 2010
Nach Beendigung des Brandeinsätzes und der nachfolgenden stundenlagen Nachlöscharbeiten, möchten wir nochmals aus Sicht der Feuerwehr ein kurzes Resume schließen.
Erkundung und Schadenslage:
Auf Grund der intensiven Brandbelastung bereits beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges und mehrerer kleinerer Explosionen war ein Innenangriff sofort auszuschließen. Erschwert wurde die Einschätzung der Schadenslage mangels nicht vorhandener Brandschutzpläne und unklarer Nutzung der Halle und Mietersituation (laut Presseaussendung der Polizei, über 50 Mieter).
Einsatzkräfte:
In Summe Standen 10 Feuerwehren, mit 31 Fahrzeugen und 136 Mann im Einsatz.
(FF Pellendorf, FF Maria Lanzendorf, FF Leopoldsdorf, FF Rauchenwarth, FF Ebergassing, FF Velm, FF Gramatneusiedl, FF Moosbrunn, FF Schwechat Mitte)
3 Hubrettungsfahrzeuge
2 Atemluftkompressoren
2 Wärmebildkameras
5 B Rohre
4 C Rohre
Atemschutz:
In Summe arbeiteten während des gesamten Einsatzes 26 Atemschutztrupps und es wurden ca. 120 Atemluftflaschen befüllt.
Auch das zusammenschließen der zwei Atemluftkompressoren Schwechat Land und Schwechat Mitte hat sich absolut bewährt.
Einsatzleitung:
Einsatztaktisch wurde das Geschehen in zwei Abschnitte mit eigenen Bereichseinsatzleitern, einem Bereitstellungsraumkommandanten, einem Atemschutzsammelplatzleiter, einem Leiter der Einsatzleitung und dem übergeordneten Einsatzleiter HBI Gerhard Kerber gegliedert. Die Einsatzleitung wurde im Bezirksleitstellenbus aufgebaut, welcher sich auf Grund des Platzangebotes und technischen Recoursen wieder bewährt hat.
Zusammenarbeit der Einsatzkräfte:
Nicht nur die funktionierende Zusammenarbeit der Feuerwehrkräfte untereinander, sondern auch die Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzorganisationen der Polizei und Rot Kreuz, aber auch zu der Gemeinde und dem Wirtschaftshof muss eindeutig hervorgehoben werden! Seitens des Wirtschaftshofes wurde zahlreiche Arbeiten, wie Absprerrmaßnahmen übernommen. Auch Logistische Resoucenschaffung durch zu Verfügungstellung von Fahrzeugen und Notstromaggreganten erleichterten die Arbeiten der Einsatzkräfte.
Auch die Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit durch den LFV - ASB David Hanny war in der erst Phase enorm hilfreich.
Auf diesem Weg, nochmals ein Dank an alle Einsatzkräfte für Ihren Unterstützung und gute Zusammenarbeit.
Brandursache:
Laut Aussagen der Polizei steht die Brandursache mittlerweile fest, Brandstiftung kann ausgeschlossen werden.
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